Rettungsgasse ab 1. Jänner 2012 Pflicht

Schnellere Zufahrt der Einsatzkräfte erhöht Überlebenschancen

Rettung, Feuerwehr und sonstige Einsatzkräfte sind um bis zu vier Minuten schneller vor Ort, die Ãœberlebenschancen von Unfallopfern steigen um bis zu 40 Prozent. Die Rettungsgasse rettet Leben! Sie sind ab 1.1.2012 bei Staubildung Pflicht auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen!


Info

Mit der 24. Novelle zur Straßenverkehrs-ordnung hat der österreichische Gesetzgeber die Einführung der Rettungsgasse mit 1. Jänner 2012 beschlossen. Damit wird ein langjähriger Wunsch der heimischen Einsatzorganisationen, Autofahrerclubs und der ASFINAG erfüllt.

Die Rettungsgasse ermöglicht den Rettungskräften auf Autobahnen und Schnellstraßen bzw. Auto-straßen rascher zum Unfallort zu kommen. Sie hilft mit, die Verkehrs-sicherheit zu verbessern.

Das Gesetz ist ein zentraler Schritt für eine schnellere Ver-sorgung von Schwerst-verletzten und ein Meilenstein für die Verkehrssicherheit in Österreich. Denn bis dato waren die Einsatzkräfte in ihrem Rennen gegen die Zeit oft behindert, weil die Pannenstreifen bei Staus blockiert waren oder von anderen Verkehrsteilnehmern missbräuchlich als Ausweich-route verwendet wurden.

 

Video zu Rettungsgasse

Was ist eine Rettungsgasse?

Kommt es auf Autobahnen oder Schnell-straßen bzw. Autostraßen zu stockendem Verkehr oder Stau, sind alle Verkehrs-teilnehmer verpflichtet, eine Rettungsgasse zu bilden.

Auf zweispurigen Fahr-bahnen ordnen sich alle Fahrzeuge auf der linken Spur parallel zum Straßen-verlauf am linken Fahrbahn-rand ein, alle anderen weichen so weit wie möglich an den rechten Rand aus, auch auf den Pannenstreifen.

Dasselbe System gilt auf drei- oder mehrspurigen Fahrbahnen. Alle Fahrzeuge auf der äußersten linken Spur fahren so weit wie möglich nach links. Alle anderen Spuren fahren soweit wie möglich nach rechts.

Idealerweise bilden Personenkraftwagen, Motor-räder, Lastkraftwagen oder Busse Kolonnen, stehen parallel zur Fahrtrichtung und halten ausreichend Sicherheitsabstand, auch zum vorderen Fahrzeug.

So entsteht die sogenannte Rettungsgasse, die aus-schließlich von Einsatz-fahrzeugen (Polizei, Feuer-wehr und Rettung), Fahr-zeugen des Straßen-dienstes oder vom Pannendienst befahren werden darf.

Achtung: Die Bildung einer Rettungsgasse ist nicht nur dann notwendig, wenn ein Unfall als Ursache der Verzögerung auftritt. Auch die freie Durchfahrt von Einsatzfahrzeugen zu anderen Einsatzorten oder Krankenhäusern muss gewährleistet werden.


Weitere Informationen finden sie unter www.rettungsgasse.com .

Die Informationskampagne ist ein Projekt der ASFINAG.